Im Rahmen eines Facebookdialoges entstandenes Gedicht "Wie ich selber denke, dass ich charakterlich bin" - irgendwann zwischen 2014 und 15 entstanden, also ein neueres Produkt, das eher weniger wirklich über meine Charakterzüge informiert, als es zeigt, dass ich in der Lage bin, Reime zu verwenden und stellenweise die deutsche Sprache umzubiegen, wo es einfach keine passenden Reime gibt...

 

Wie ich selber denke dass ich charakterlich bin.


 

Nun soll sie also kommen, die Antwort auf die Frage,

wie ich selber denke dass ich charakterlich bin.

Die Antwort darauf, sie war wie eine Plage,

kam mir nicht so schnell in den Sinn.

Woran das lag habe ich ergründet,

an meinem ersten Charakterzug -

der sei an dieser Stelle verkündet,

Zwiespältigkeit, die ich in Gedanken trug.

Denn wenn ich meinen Charakter erkläre,

ohne zurückzuschrecken,

gibt es dort zumeist schwere

Ungereimtheiten zu entdecken.

So bin ich auf der einen Seite freundlich,

und doch sehr direkt im kundgeben

meiner Ansichten und Meinungen freilich-

Nach Anerkennung streben?

Freundlichkeit schrieb ich auf diese Seiten,

doch auch nett bin ich beizeiten.

Denn obwohl nur gemunkelt wird, dass ich Nettes sagen kann,

kann ich bestätigen dass dies so stimmt-

Nur nicht bei jedermann...

Doch wenn man sich richtig benimmt,

und man meine Nettigkeit verdient sich hat,

dann ist man platt.

Denn nett bin ich nur zu wenigen Erwählten,

die sich wohl zu meinen Freunden zählten.

(und das auch noch tun, was nun?)

Zurecht wie ich hier anmerken muss-

Freunden bin ich treu, bis zum Schluss.


 

Doch so gut ich mich auch mit Freunden verstehe -

Wenn ich das ganze mal neutral sehe,

bin ich eher menschenscheu,

doch auch Kontaktfreudig dabei:

Ich suche und finde Freunde schnell,

doch des Übels eigentlicher Quell

liegt in den fremden Personen,

die meine Nerven nicht grade schonen...

Das Ansprechen, zu welchem Anlass egal,

bereitet mir gerne eine Qual.

Und diese Schüchternheit,

welche sich nicht zu oft zeigt,

überspiele ich recht gerne

nicht durch Distanz und Ferne-

Im Gegenteil werde ich dann

frech soweit ichs mir leisten kann.

Doch manchmal schlägt das ziemlich fehl,

daraus mach ich keinen Hehl-

und was frech gedacht war ist plötzlich dreist,

womit du, Leser, zwei weitere Charakterzüge weißt.

Durch Witziges weiß ich meist zu unterhalten-

auf Kosten aller, der Jungen und Alten,

mit Worten wird herumjongliert

und sich auch nicht geniert,

mal schlechte Sprüche und Witze zu reißen-

dass manche sich auf die Zähne beißen,

sodass es knirscht, aber zurück zum Text

manch einen hat so ein gemeiner Witz verletzt.

Somit wäre ein weiterer Charakterzug-

jemand-der-hin-und—wieder-ins-Fettnäpfchen-treten-tut.

(An dieser Stelle liebe/r Leser/in- Entschuldigung für diesen nicht einmal annähernd unreinen Reim und die verbogene Grammatik, es sei mir bitte zu verzeihen, dieses Beispiel der eher schlechten Witze/Ausdrücke anzubringen)

Ich plane gerne, was passiert,

und das scheint recht berechnend,

doch wenn mein Hirn nach Gefühlen giert,

wird alles leicht zerbrechend.

Vom Planenden

zum Träumenden-

charakterlicher Zwiespalt-

liebend oder eiskalt.

Um Arbeit drückt sich gern der Mann

und ich noch deutlich lieber-

Charakterzug Faulheit tut was er kann (haha)

so schrieb´er. [Bitte schnell betonen zwecks Reim, Anm. des Dichters]

Doch habe ich ein eigenes Ziel

ins Auge erst gefasst,

geht alles plötzlich wie im Spiel

egal unter welcher Last-

Der Ehrgeizige junge Mann

noch viel erreichen kann.

Wie man in diesem Text vielleicht ein wenig sieht,

bin ich auch gerne nachdenklich-

Ich habe mich stets bemüht.

Ein anderer Charakterzug scheint frisch-

denn vorsichtig bin ich manchmal auch

und will nicht viel verlieren

doch nicht der Chance ihr Hauch

kann manchmal mich berühren.

Und so geschieht es dann und wann

wenn nichts zu verlieren ist

dass der planende, vorsichtige nicht vorankommen kann,

und dann macht der risikofreudige Mist...

Nun fasse ich dieses Gedicht

doch schnell wieder zusammen

im Grunde blieb es ziemlich schlicht

kein Grund, den Kopf gegen den Tisch zu rammen.

Mein Charakter ist, wie sag ichs bloß -

Charakterlos.


 

Sprich:

zwiegespalten

freundlich, aber direkt

dennoch schüchtern, aber auch Kontaktfreudig...

stellenweise frech mit Tendenz zu dreist

mal witzig (leider) mal Fettnäpfchentreter

planend, aber auch träumend

faul, und ehrgeizig

nachdenklich, vorsichtig, dann auch risikofreudig

kurzum- liebenswert :P


 


 


 

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