Kapitel 5:Jocelyne

Nachdem ich aufgestanden war, ritt ich sofort weiter.
Als es Abend wurde, kam ich in die nächste Stadt.
Dort in der Taverne erfuhr ich, dass Barbarossas Heer ebenfalls in der Stadt war.
Ich beschloss, mich sofort aufzumachen, um anzuheuern.


Als ich bei Barbarossa war, sah ich eine wunderschöne Frau, schöner als alle, die ich bisher gesehen hatte. Wie sich später herausstellte hieß sie Jocelyne, und war eine Bauerntochter
aus Mailand. Sie versuchte zu fliehen, doch Barabarossa nahm sie gefangen und wollte
sie nach seinem nächsten Kreuzzug ehelichen. Was für eine Schande!


Jedenfalls wurde ich sofort aufgenommen und sollte schon am nächsten Tag mit Barbarossas Heer weiterziehen.
In meinem Zimmer dachte ich noch lange über diese schöne, junge Frau nach.
Sie hatte etwas an sich, das mich wie magisch anzog, doch ich konnte beim besten Willen
nicht sagen, was es war, das mich so anzog.
Ihre Schönheit alleine konnte es jedenfalls nicht sein, ich spürte, dass da noch mehr war.
Ich glaubte, sie zu lieben.
„Als sie mich ansah, hat sie mich angelächelt“, dachte ich.
„Ich glaube , sie empfindet genauso … Oder hoffe ich es nur?“
Über dies und noch viel mehr dachte ich an diesem Abend nach, bevor ich,
zum ersten Mal nach langer Zeit, friedlich einschlief.

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