Was passiert, wenn man sich bei der Wohnungssuche und schönstem Wetter in Mittweida am Campus aufhält? Richtig, man setzt sich auf die Bänke beziehungsweise Treppen vor Haus 1 und zockt. Aber was, wenn man feststellt, dass man gar keine Spiele auf der Festplatte hat? Textdokument auf und drauf los schreiben. Das Ergebnis findet sich hier, vollkommen ungeschliffen und unverändert(Na gut, die Formatierung MUSSTE verändert werden). Juli 2014.

 

Aus dieser Idee entstand im Rahmen des Faches Contentdesign ein (eher weniger) interaktives"TextAdventure", welches mit dem Tool "Twine2" erstellt wurde. Ich möchte dieses noch weiterführen, sodass es wirklich interaktiv ist, aber aktuell kann man sich zumindest auf circa 20 Minuten Story freuen. Hier befindet sich das zugehörige HTML-File.

 

The Ender Story
 
Er sah sich um. Ich spürte seine Angst, während er weg lief. Doch ich musste ihn erledigen.
Er hatte sieben Zettel, die alles zerstören könnten.
Meine wahre Identität aufdecken, zumindest wenn er alle hatte - alle 8. Ich folgte ihm, und blieb unentdeckt.
Geschmeidig, wie auf Schienen bewegte ich mich auf diesem modrigen Waldbodden fort.
Doch er hatte Mut, das muss man ihm lassen. Er kam wieder in die verlassene Wohnung. 
Ihn einfach aus der Entfernung umzubringen hätte zu viel Aufmerksamkeit erregt. Es musste leise und unauffällig geschehen- so wie schon viele Male zuvor. Mein schwarzer Anzug hüllte mich in die Dunkelheit ein, und seit dem ersten "Zwischenfall" lebte ich hier draußen, wodurch meine Augen kaum sichtbar waren.
Ideale Voraussetzungen, um Menschen mit Beweisen verschwinden zu lassen. Und dann? Eigentlich war alles wie ein Spiel. Jemand findet den ersten Zettel, ich folge ihm und versuche immer stärker ihn zu hindern. Sollte es jemand schaffen alle 8 zu erhalten, gebe ich meine Identität mit den Zetteln bekannt und bezahle für meine Taten. Wenn jedoch jemand scheitert - Pech gehabt.
Danach hänge ich die Zettel wieder an andere markante Punkte in diesem Wald - in meinem Wald! - und warte auf die nächste Person. Wozu das Alles?
Alles fing damals an, vor 13 Jahren in diesem Wald. Nicht viel hat sich seitdem verändert. Nur dass dort immer wieder Menschen verschwinden.
Und Ich bin wohl Schuld daran.
Die meisten meiden das Gebiet, weshalb es zum Einen immer gleich aussieht, und ich zum Anderen gut jagen kann. Schatzsucher und Ermittler gleichermaßen. Vor dem Zwischenfall war dieser Ort noch die Hoffnung der Gemeinde.
Ein Hotel sollte entstehen, und einige Gebäudeteile waren schon errichtet. Doch plötzlich wurde das Projekt aufgrund von Problemen aufgegeben. Man ließ alles stehen und liegen.
Man plante zuvor, auch den Wald zu zerstören, meinen Wald, doch das konnte ich nicht zulassen. Der Steinkreis aus Menhiren, der sich dort befindet, strahlt eine Energie aus, bar jeder Natur.
Die Idee, ihn zu verlieren- oder den riesigen Ahnenbaum, wo Generationen einer Familie gebetet haben.
Stattdessen sollten dort diese Betonblöcke hin- Wohnhäuser. Ein großer Flur, kaum Zimmer und ein Bad. Für Schwerverbrecher und Psychopaten. Zum Glück wurde der Bau dank meiner Hilfe abgebrochen - man erkennt diesen plötzlichen Vorfall an den noch herumliegenden Kanalisationsrohren aus Stein. Eigentlich wären diese Häuser also auch für mich gewesen.
Mehrfachen Mord soll ich begangen haben, doch bei meiner Überführung vor 14 Jahren konnte ich in den Wald fliehen. Ich handelte also und entführte die Tochter des Bauherren.
Sie malte diese Zettel, da sie mich aus dem Fernsehen erkannte. Während ihrer Abwesenheit passierten "seltsame" Dinge: Gasleitungen explodierten, Häuser fielen in sich zusammen -
Das war der Fluch der Menhiren, sagten die Bauarbeiter und verschwanden. Der Bauherr aber suchte verzweifelt nach seiner Tochter, die in der Zwischenzeit...verschwunden war - und fand einen ihrer Zettel. Er alarmierte die Polizei, doch niemand glaubte ihm. 
Daraufhin setzte er eine Belohnung aus für den, der seine Tochter in dem gebiet findet. Und schnell kamen die ersten Geisterjäger, leichte Beute. Ich platzierte also die Zettel, zu Beginn, um sie zu mir zu locken. Auf Dauer wurde das langweilig und ich wechselte ihre Standorte.
Ich wurde zum Sagenumwobenen Jäger in Schwarz- dem bis heute unerkannten Slendermen.
Und im Folgenden berichte ich von einigen der Verrücktheiten, die in diesen 13 Jahren passierten. Dann kümmere ich mich um diesen verirrten Wanderer mit den 7 Zetteln.

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